Happy rice - Happy life

Thailand gehört zu den führenden Reisexporteuren, trotzdem stehen Reisbauern unter Druck. Reisanbau ist mühselige Handarbeit und für die Landbevölkerung häufig die einzige Einnahmequelle. Trotzdem zahlen die örtlichen Händler für den Reis weit weniger als den Marktpreis.

 

Unsere Idee

Wir wollen den Reisbauern unter die Arme greifen. Die Reisbauern sind dem aktuellen System ausgeliefert, ohne das Know-how oder die finanziellen Ressourcen zu besitzen, um etwas an ihrer Lage zu ändern. Wir wollen Ihnen einen fairen Preis für Ihren Reis anbieten und den erstandenen Reis einem lokalen Spital spenden. Wir schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe. 

Wie machen wir das?

Ich besuchte einen Kurs für Reisanbau sowie einen erfolgreichen Reisbauer. Das Ziel meiner Recherche war es, selbst erfolgreich Reis anzubauen, um die Situation der Reisbauern zu verstehen. Keine leichte Aufgabe für einen Bangkoker-Stadtmenschen.

 

Der Eigenversuch

Anfangs August 2018 startete der erste Versuch. Meine Nachbaren, ebenfalls Reisbauern, versuchten mir freundlich zu erklären, dass es zu spät für Reisanbau sei. Ich vertraute aber meiner Recherche und sähte unbeirrt meine erste Saat aus. 

 

 

Ich konnte nur kurz mein Werk ungestört betrachten, denn die Vögel hatten ebenfalls Freude an der neuen Saat. Eine ganze Woche lang rannte ich über die 30'000 m2 hin und her, um die Vögel zu verscheuchen. Nach einer Woche wussten die Vögel, dass es mir ernst ist. 

 

 

Die zweite Herausforderung war die Flut. Schnell kam es zu Überschwemmungen, was neue Probleme mit sich brachte: Der Reis begann stellenweise zu verfaulen. Auch die Muscheln, die durch die Flut auf die Felder gespült wurden, setzten meiner Saat zu. Sie frassen Wurzeln und Halme meines Reis’. Ich begann täglich die Muscheln einzusammeln, irgendwann hatte ich 300 kg Muscheln gesammelt und immer noch keine nachhaltige Lösung für das Problem. Das änderte sich, als ich Enten kaufte. Die Enten frassen mir wortwörtlich meine Probleme vom Feld.

 

Bis zur Ernte wollte nur noch das Unkraut mir meine Ernte streitig machen. Dann war es endlich soweit: Ich konnte meinen ersten eigenen Reis in den Händen halten. 

Nach der Ernte

Ich wollte meinen Reis Leuten geben, die ihn wirklich brauchen konnten. So kam ich auf die Idee, meinen Reis und den Reis, den ich von den Reisbauern zu einem fairen Preis abgekauft habe, dem Spital Umphang zu geben. 

 

Zwei Fliegen mit einer Klappe

Das Spital Umphang liegt an der thailändischen Grenze zu Myanmar. Diese abgelegene Lage bringt mehrere Probleme mit sich: Das thailändische Spital erhält finanzielle Unterstützung für Patienten mit thailändischer Nationalität. Tatsächlich sind jedoch nur circa die Hälfte aller Patienten Thailänder. Die andere Hälfte hat keine Nationalität. Das Spital steht vor der Herausforderung, dass es für diese Patienten selbst aufkommen muss. 

 

 

Eine weitere Herausforderung sind die täglich 400 Patienten, die im Spital behandelt werden. Diese Behandlungen werden von nur sieben Ärzten und circa 20 Krankenschwestern durchgeführt. Die Patienten sind grösstenteils Burmesen und Bergleute, häufig ohne die finanziellen Möglichkeiten, die Behandlungen zu bezahlen. Da sie häufig im Wald leben, sind sie trotzdem stark auf das Spital Umphang angewiesen, um beispielsweise Infektionskrankheiten wie Malaria, Tuberkulose oder dem japanischen Flussfieber behandeln zu lassen. 

 

Dies ist nur möglich, weil die Ärzte des Spital Umphang nach dem folgenden Motto arbeiten: «Egal, ob du eine Nationalität hast oder nicht: Du bist ein Mensch und hast ein Anrecht darauf, von einem Arzt behandelt zu werden.»

Im Spital Umphang kann unser Bioreis also sicherlich gut gebraucht werden. 

Im Januar 2019 konnten wir dem Spital Umphang erstmals 1.5 Tonnen gespendeten Reis liefern. Das Spital konnte so Fr. 500.- pro Woche sparen und dieses Geld stattdessen für Medikamente und Behandlungen von Patienten einsetzen. Zusätzlich konnte ich thailändischen Reisbauern einen fairen Preis für Ihre Arbeit bezahlen.

Wie Sie helfen können

Überzeugt von diesem Resultat, möchte ich das Projekt weiterführen. Dafür benötige ich jedoch Ihre Hilfe: Für Fr. 1.50 können Sie 1 kg Reis kaufen, das dem Spital Umphang gespendet wird. 

Diese Geschichte, die ich Ihnen erzähle, ist mühselig und chaotisch, aber ich kämpfe weiter, weil es mich glücklich macht etwas zurückzugeben. Und ich denke, dass wir hier in der Schweiz genug haben, um gemeinsam zur Geberin / zum Geber zu werden.

 

Angaben Bankkonto:

Aargauische Kantonalbank

50001 Aarau

 

CH81 0076 1047 7978 0200 2

Kittiorn Hallwyler

Gallirain 2

4852 Rothrist

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